Oralchirurgie

Kurzbeschrieb der Fachgesellschaft

Die Schweizerische Gesellschaft für Oralchirurgie und Stomatologie (SSOS) wurde 1999 gegründet. Bis Ende 2005 war die SSOS eine Fachgesellschaft der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) und ab 1. Januar 2006 eine vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) anerkannte Fachgesellschaft. Die SSOS hat zur Zeit über 300 ordentliche und ausserordentliche Mitglieder aus der ganzen Schweiz.

Ziel und Zweck der Fachgesellschaft ist die Qualitätssicherung in der Oralchirurgie und Stomatologie in den Bereichen Lehre, Forschung, Weiter- und Fortbildung. Neben dem Vorstand ist vor allem die Weiterbildungskommission der SSOS für diese Aufgaben zuständig. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage (http://www.ssos.ch/de/ssos) und den Statuten.

 

Allgemeine Informationen über die Tätigkeit des Fachzahnarztes in Oralchirurige

Weiterbildungsprogramme im Rahmen der Spezialisierung umfassen einerseits die klinische und radiologische Diagnostik sowie die Prävention von oro-fazialen Pathologien. Andererseits beinhalten sie konservative und operative Behandlungskonzepte in den Fachbereichen der Stomatologie, Traumatologie, Endochirurgie, dento-alveolären Chirurgie und Implantologie, sowie deren entsprechende Nachsorge:

• Radiologie: Die zahnärztliche Radiologie dient der Darstellung und Diagnostik pathologischer Veränderungen im Kieferbereich, welche von der klassischen Zahnfilmaufnahme, über Panorama-Schichtaufnahmen, bis zur digitalen Volumentomographie reicht.

• Oralchirurgie: Die therapeutischen Konzepte der Oralchirurgie befassen sich im Allgemeinen mit chirurgischen Eingriffen in der Mundhöhle, die ambulant entweder in Lokalanästhesie oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Zur klassischen Oralchirurgie gehören die Behandlung von verlagerten Zähnen oder auch pathologischen Veränderungen im Kieferbereich wie beispielsweise Kieferzysten.

• Stomatologie: Die Stomatologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Mundschleimhautveränderungen. Diese können sowohl in Form von harmlosen Aphthen, wie auch als bösartige und lebensbedrohliche Läsionen wie etwa als Mundhöhlenkrebs auftreten. Die Therapie beinhaltet Biopsien oder die chirurgische Entfernung, diese erfolgen heuten meist mittels eines Lasers.

• Zahntraumatologie: Das Gebiet der Zahntraumatologie umfasst einerseits die Therapie von Verletzungen der Zähne, des Knochens und des Weichgewebes unmittelbar nach einem Zahnunfall, andererseits beinhaltest es auch die Thematik der möglichen Folgeschäden.

• Endochirurgie: Beim Themenfeld der Endochirurgie geht es um die Erhaltungsmöglichkeit eines Zahnes, bei welchem eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze vorliegt, welche mit einer konventionellen Wurzelkanalbehandlung nicht kuriert werden kann.

• Implantologie: Eine wesentliche Bereicherung erfuhr das Fachgebiet auch durch die chirurgische Implantologie, indem heute zunehmend fehlende Zähne durch schraubenförmige Zahnimplantate aus Titan ersetzt werden. Dazu müssen oft Knochendefekte im Kiefer korrigiert werden.

 

Kurzbeschrieb der Ausbildung zum Fachzahnarzt

Die Nachdiplomausbildung dauert grundsätzlich drei Jahre in Vollzeitanstellung. Sie erfolgt an einer akkreditierten Weiterbildungsstätte mit anerkanntem Programmleiter und nach definiertem Programm. Die Ausbildung wird mit einer Fachzahnarztprüfung abgeschlossen. Voraussetzungen dafür sind ein erfüllter Operationskatalog und die geforderten Falldokumentationen und Publikationen. Die Beurteilung der Anerkennung ausländischer Weiterbildungsperioden obliegt der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO (Art. 17 WBO SSO).


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Reglement über die Spezialisierung in Oralchirurgie

Schweizerische Fachgesellschaft für Oralchirurgie

Weiterbildungsstätten für Oralchirurgie

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Bern

Genf

Luzern

Zürich